Lust auf mehr: Deichstadtvolleys gefallen bei Vorbereitungsspielen

Trotz zweier Niederlagen gab es für Neuwieds Spielerinnen (Hale Watson und Isabelle Marciniak) genug Gelegenheit zur Freude. Nach 3 Wochen Training geriet man in den ersten Partien nicht unter die Räder.
Trotz zweier Niederlagen gab es für Neuwieds Spielerinnen (Hale Watson und Isabelle Marciniak) genug Gelegenheit zur Freude. Nach 3 Wochen Training geriet man in den ersten Partien nicht unter die Räder.

Neuwied / Lüdinghausen:

Nach drei Wochen Training stellte sich jetzt das neu formierte Bundesligateam des VC Neuwied’77 erstmals der Öffentlichkeit vor. Dabei wussten die Neuwiederinnen zu gefallen.

Neuwied Wiesbaden Training1Oft spielentscheidend: VC Wiesbadens Neuzugang Lena Große-Scharmann kann sich gegen Neuwieds Einerblock (Julia Wenzel) durchsetzen, dem Mittelblock (Rachel Anderson) gelingt es nicht mehr, die durch den Schnellangriff entstandene Lücke zu schließen. Foto: Jörg Niebergall„Ich hatte richtig Bock darauf, wieder zu spielen“, berichtete Julia Wenzel nach Spielende gegen ihr ehemaliges Team, den VC Wiesbaden. Nicht nur ihr, sondern auch ihren Teamkameradinnen war die Freude anzumerken, wieder für ein Trainingsspiel gegen einen Ligakonkurrenten auf dem Feld zu stehen. Wiesbaden war mit seinen Neuzugängen aber ohne seine drei Nationalspielerinnen Justine Wong-Orantes (USA), Laura Künzler (Schweiz) und Lilly Topic (Schweden) angereist und hatte sein Team durch die in Neuwied bestens bekannten Zweitligaspielerinnen Laura Rodwald, Marie Zehentner und Emma Burda komplettiert.

Die Trainer hatten sich darauf geeinigt, jeweils 20 Punkte in konstanten Angriffs- und Abwehrpositionen auszuspielen. Dabei profitierten die Gäste von ihrer größeren Erfahrung im Oberhaus, die Deichstadtvolleys wussten durch gute Einzelleistungen und Kampfgeist zu gefallen. Dabei zeigte das Duo Marciniak / Anderson, dass es schon von der Vorsaison her gut harmoniert. Die Zuschauer (3G) konnten die individuellen Stärken der Neuzugänge entdecken und durften die Halle mit der Erkenntnis verlassen, dass sich die Deichstadtvolleys im Rahmen des Möglichen verstärkt und gut mitgespielt hatten.

Am Ende hatte Wiesbaden 8, Neuwied 4 der Spielszenen für sich entscheiden können. Zufriedenheit gab es darüber natürlich auf Wiesbadener Seite. „Unser Team ist noch nicht komplett, hat aber schon gut harmoniert“, freute sich Wiesbadens Vorstandsmitglied Christina Färber. „Es wird sicher spannend, wenn alle unsere Spielerinnen beisammen sind, doch hat es jetzt schon Spaß gemacht, unser neues Team zu sehen!“ Nach einer enttäuschenden Saison hatte Wiesbaden spürbar aufgerüstet, um sicher in die Play Offs einzuziehen. Die Neuwieder Ziele sind dem gegenüber bescheidener. Als „Azubi der Liga“ muss man erst in drei Jahren konkurrenzfähig sein, im bevorstehenden „ersten Lehrjahr“ soll es eher darum gehen, sich im Oberhaus einzugewöhnen und vielleicht das eine oder andere Zeichen zu setzen.

Dafür hat Wiesbadens neuer Trainer Benedikt Frank einen Tipp parat: „ Noch verfügt Neuwied über keine spielentscheidenden Leistungsträger. Deshalb ist es erforderlich, den Erfolg über die Teamleistung und den Kampf zu suchen. Da ist Dirk auf einem guten Weg!“ Mit dem Auftritt des VCW in Neuwied sei er zufrieden, ein sehr gutes Training und ein orientierendes erstes Auftreten sei es gewesen … Die Ex-Wiesbadenerin Julia Wenzel sieht es ähnlich. Heute habe es viel Spaß gemacht, ehemalige Mitspielerinnen und ihren Trainer aus Straubinger Zeiten getroffen zu haben. „… und wenn wir Kampf- und Teamspirit entwickeln, dann werden wir in der Bundesliga nicht der Underdog sein!“, zeigt sich der sympathische Neuzugang optimistisch.

Schon am nächsten Tag fand beim Benefizspiel für die Flutopfer gegen Traditionsverein USC Münster die 2.Etappe der Vorbereitungsserie statt. Dirk Groß nutzte diesmal die Gelegenheit, seinen gesamten Kader außer der erkrankten Lexi Pollard einzusetzen. So bestritt er den 1.Satz mit Isabelle Marciniak im Zuspiel, Sarah Kamarah diagonal, Maike Henning und Lauren Bevan-Mathis auf der Außenposition, Rachel Anderson und Hale Watson als Mittelblockerinnen. Trotz der 25:17-Niederlage stellten Anderson und Marciniak wie am Vortag unter Beweis, dass sie schon genau so gut harmonieren wie in der Aufstiegssaison.

Im 2. Durchgang ersetzte Alexis Conaway Außenangreiferin Bevan-Mathis. Münster zeigte ein sehr starkes Blockspiel, Neuwied seinerseits gute Abwehrleistungen, wobei sich Maike Henning hervortat. Neuwied hielt bis zum Zwischenstand von 9:11 gut mit, musste dann mit beim 13:25 der größeren Erfahrung Münsters Tribut zollen.

Im 3.Satz kam Neuwied immer besser ins Spiel. Julia Wenzel und wieder Lauren Bevan-Mathis spielten außen. Gemeinsam mit Kapitänin Sarah Kamarah schaffte man es, das Blockspiel zu stabilisieren und besonders dank variabler Angriffe von Bevan-Mathis den Satz bis zum Ende offen zu halten, bevor man dann doch noch mit 23:25 den kürzeren zog.

Die Trainer hatten vereinbart, noch zwei Sätze für das Lüdinghauser Publikum und zum Training anzuhängen: Neuwied gewann den 4.Durchgang mit 25:21 und konnte auch den als Tie-Break gespielten 5.Satz mit 13:15 offen halten.

Vorstandsmitglied Wolfgang Becker zog ein Fazit der Begegnung, bei der die Eintrittsgelder der 300 Zuschauer und ein Tombolaerlös den Flutopfern zugute kam: „Wir konnten schon beeindruckend gute Aktionen in Angriff und Abwehr zeigen, die neue Mannschaft zeigte einen guten Zusammenhalt, den wir in der Saison brauchen werden. All das nach nur kapp 4 Wochen gemeinsamen Trainings – alle Achtung!“ Spielentscheidend sei aber, wie schon am Vortag, das schwache Blockspiel gewesen.

Zu ähnlichen Ergebnissen gelangte auch Headcoach Dirk Groß: „Insgesamt sehe ich die ersten Spiele nach dem Trainingsbeginn positiv, beide Gegnerinnen waren allerdings wegen der Europameisterschaften noch nicht komplett und dürften noch stärker werden. Für uns als Trainerteam haben die Spiele gute Hinweise gegeben, die wir jetzt noch mit den Videoanalysen stützen werden. Weil bei uns noch der Druck durch das Service gefehlt hat, konnte der Gegner unseren Block mit Schnellangriffen in Verlegenheit bringen. Wir müssen auf jeden Fall auch mehr an Block- und Rückraumspiel arbeiten…“

Insgesamt also ein positives Fazit der ersten Vorbereitungsrunde, die Deichstadtvolleys machen Lust auf mehr …!

(hw)

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