Deichstadtvolleys unterliegen ohne zu enttäuschen

Neuwied

Mit 0:3 Sätzen (17, 19, 25) unterlagen die Deichstadtvolleys bei ihrer Bundesligapremiere gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg, konnten das Spiel aber über längere Phasen offenhalten und enttäuschten die knapp 300 Zuschauer nicht.

20210610 VCN VilsbiburgDer Neuwieder Block (Marciniak, Watson) setzt sich mit dem Angriff von Jodie Guilliams auseinander. Foto: Jörg Niebergall

Rabentrainer Florian Völker hatte von seiner umgestalteten Mannschaft den Punktgewinn in Neuwied gefordert und dafür das Training aus der Ballsportarena in eine engere Halle verlegt, um sich auf die Bedingungen beim Liganeuling einzustellen. Seine Schützlinge erfüllten ihm seine Forderung, taten sich aber phasenweise gegen im Laufe der Partie immer selbstbewusstere Gastgeberinnen schwerer als erwartet: „Immer, wenn wir mit Druck und Konzentration etwas nachgelassen haben, war Neuwied sofort da“, zollte Florian Völker dem Neuling ein motivierendes Lob…

Sein Neuwieder Kollege Dirk Groß hatte zunächst Madelyn Halteman im Zuspiel, Sarah Kamarah auf der Diagonalposition sowie Alexis Conaway und Lauren Matias auf der Außenposition den Vorzug gegeben. Sarah Kamarah brachte mit einem Aufschlag die Deichstädterinnen in Führung. Es blieb die einzige im ersten Durchgang, so dass es mit einem 4:8 in die erste Wischpause ging. Neuwied kämpfte in der Abwehr, konnte aber im Angriff nicht genügend Druck aufbauen, um die routinierten Raben zu gefährden. In der Folge wechselte Neuwied auf drei Positionen aus, kam besser ins Spiel und legte die Anfangsnervosität etwas ab „Wir haben gemerkt, dass wir auch Punkte machen können und haben uns dann getraut, besser mitzuhalten“, erzählt Maike Henning, die zu diesem Zeitpunkt ins Spiel kam. Neuwied verkürzte den Abstand bis auf 16:19 Punkte, um dann den Raben doch mit doch mit 17:25 Punkten den Vortritt lassen zu müssen.

Es sei dann letztlich Angst vor der eigenen Courage gewesen, führte die Aufsteigerin weiter aus, was dann den zweiten Satz zu einem Spiegelbild des ersten machte. Vilsbiburg hatte das Tempo wieder erhöht, was die Niederbayerinnen bis auf 11:3 davonziehen ließ. „Wir haben gemerkt, dass wir mit starken Aufschlägen den Gegner in Annahme und Aufbau gut kontrollieren konnten“, erläuterte Völker seine Marschroute. Druckvolle Aufschläge von Josepha Bock zerstörten so das Aufbauspiel der Rheinländerinnen im Ansatz, Neuzugang Segovia Elles zerlegte den Block der Deichstadtvolleys, bevor sich Neuwied stabilisierte und erneut eine Aufholjagd begann, bei der sich Rachel Anderson, die Ex-Vilsbiburgerin Alexis Conaway, die später zur besten Neuwieder Spielerin gekürt werden sollte, und Sarah Kamarah immer wieder zur Freude des Publikums spektakulär in Szene setzen durften. Neuwied kam auf 18:20 heran, bevor die Raben die Partie wieder in den Griff bekamen und den Satz mit 19:25 eintüten durften.

Wieder war die Aufholjagd zu spät gestartet, woraus die „Azubis der Liga“ offensichtlich lernen konnten: Satz drei gestaltete sich offen: Die Deichstadtvolleys lagen nach einigen krachenden Blocks von Rachel Anderson sogar mit 11:9 vorne, kamen später nochmals auf 24:24 heran, wehrten einen Matchball ab, um dann doch mit 25:27 zu unterliegen. Die Zuschauer spendeten Applaus im Stehen, denn sie hatten zwar eine zu erwartende Niederlage erlebt, die aber vermuten lässt, dass sich ihre Mannschaft im Laufe der Lehrzeit entwickeln wird. „Wir müssen uns eingewöhnen, langsam steigern und werden dann den Weg dahin finden, wo wir hinwollen“, brachte es Scout Michel Beautier auf den Nenner. „Dirk Groß ist ein guter Lehrmeister für Neuwied, der genau weiß, was er zu tun hat“, führte Florian Völker den Gedanken fort. „Neuwied ist von Satz zu Satz stärker geworden. Das war heute eine Leistung, auf die man als Neuling aufbauen kann. Ich bin total froh, dass wir am Ende die drei Punkte zumachen konnten, obwohl wir schon etwas Stress hatten. Wir mussten dann schon alles aufbieten, was wir mitgebracht haben. Auch uns fehlt noch etwas die Stabilität, aber das geht am Anfang allen Mannschaften so. Dirk Groß gibt die Komplimente an seine Mannschaft weiter. „Wir haben phasenweise gut mitgespielt, haben auch uns gezeigt, dass wir Volleyball spielen können. Vilsbiburg ist eine richtig gute Mannschaft mit auch international erfahrenen Spielerinnen“, wobei er besonders von Neuzugang Segovia Elles schwärmt, die er zur Spielerin des Tages wählte. „Wenn wir dazu kommen, mehr an uns zu glauben und weniger Fehler machen, können wir vielleicht mal gegen eine schwächere Mannschaft überraschen …“, fasst er den Lernerfolg des ersten Spieltags zusammen

Für die Deichstadtvolleys geht es am Samstag um 19 Uhr weiter: In der Sporthalle „Berg Fidel“ wartet der USC Münster auf die Rheinland-Pfälzerinnen..

(hw)

Die Mannschaften:

RR Vilsbiburg:
Dammer, Keller, Segovia Elles, Guilliams, Vyklicka, Clark, Hart, Bock, Darowski, Flory, Gryka; Trainer: Florian Volker

Die Deichstadtvolleys Neuwied:
Church, Pollard, Marciniak, Henning, Conaway, Anderson, Halteman, Watson, Bevan-Matias, Kamarah, Simic; Trainer: Dirk Groß

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